Es regnet. Der Himmel ist von grauen Wolken verhangen. Doch die Wettervorhersage verspricht Besserung: Ab Mittag soll es aufreißen, und die Sonne wird von einem wolkenlosen Himmel scheinen.
Zum Frühstück gehen wir ins benachbarte Ressort, genauer gesagt ins Quarterdeck Restaurant. Auf der stufenförmig angelegten Terrasse mit Meerblick nehmen wir Platz. Der Blick aufs Meer ist an diesem Morgen keine Offenbarung – alles wirkt etwas grau und verschleiert –, aber in den Bäumen um uns herum zwitschert so manch interessanter Vogel und sorgt für eine besondere Morgenstimmung.
Wir überlegen, wie wir den heutigen Tag gestalten und mit welchem Touranbieter wir morgen zu einer Schnorcheltour aufbrechen wollen. Zum Glück gibt es das Internet – und ein schnelles WLAN in unserer Unterkunft. So finden wir bald heraus, dass Placencia einer der weltweit besten Spots ist, um Seekühe (Manatees) zu sehen. Die Manatee-Tour startet um 13 Uhr.
Der einzige Wermutstropfen: der verdammt hohe Preis. Aber egal! Es war schließlich unser erklärtes Ziel auf dieser Reise, zum ersten Mal im Leben Seekühe zu sehen. Also gehen wir’s an!
Auch für den Schnorchelausflug morgen finden wir – nach etlichen WhatsApps hin und her – einen passenden Anbieter. Wir buchen bei DTOURZ die Halbtages-Laughing-Bird-Caye-Schnorcheltour.











Bis wir uns zum Bootsanleger von Sandycovebztour begeben müssen, bleibt noch etwas Zeit. Die verbringen wir am Strand direkt vor unserem Haus. Wie vorhergesagt wird das Wetter zunehmend besser, die Wolken ziehen weiter, und die Zeit vergeht wie im Flug.
Unsere Manatee-Tour ist eine „private tour“, sodass wir unseren Guide bitten, eine Kombination aus Manatee-Spotting und Birdwatching daraus zu machen. Eine gute Idee. Nach kurzer, rasanter Bootsfahrt erreichen wir ein Gebiet, in dem es tatsächlich Seekühe gibt. Wir entdecken auch welche, sind mit der Sichtung aber nicht ganz glücklich: Nach dem hohen Seegang der vergangenen Tage ist das Wasser recht trüb, sodass wir keinen perfekten Blick auf die seltenen Tiere bekommen. Trotzdem ist es ein schönes Erlebnis – schließlich sehen wir sie zum ersten Mal in freier Wildbahn. Die anschließenden Versuche, noch ein paar besondere Vögel aufzuspüren, sind nicht von durchschlagendem Erfolg gekrönt. Aber wir freuen uns trotzdem über Pelikane, die sich im Sturzflug auf Sardinen stürzen, über einige Reiher, Kormorane und andere „alte Bekannte“.
Den Abschluss der gut zweistündigen Bootstour bildet eine Fahrt durch die „Kanäle“ von Placencia. Hier eröffnen sich uns noch einmal richtig schöne Ausblicke: schöne Häuser am Wasser, kleine Boote an den Anlegern und immer wieder das Glitzern der Sonne auf der Wasseroberfläche. Ein stimmungsvoller Abschluss, der die Tour aufs Beste abrundet.
Nach der Bootsfahrt suchen wir uns ein schattiges Plätzchen unter den Palmen am Stadtstrand von Placencia. Ich gehe auch noch ins Wasser und schwimme ein paar Meter – schließlich muss ich ja die Wassertemperatur für das morgige Schnorcheln testen.
Ein kurzer Abstecher in einen (völlig überteuerten) Supermarkt, dann machen wir uns auf den Weg zum Abendessen ins angesagte „Doyle’s Smoke Yaad“. Herrlich am „Yachthafen“ gelegen, wirkt der Laden lässig improvisiert und gleichzeitig absolut stimmig. Es gibt leckeres Brisket vom Smoker (W) und gegrillten Erdbeer-Zackenbarsch (A) beides mit Kartoffeln und Kochbananen – und beides richtig gut.
Alle Gäste außer uns scheinen Amerikaner zu sein. Einer der Tourguides spielt Livemusik, und wir sind ehrlich überrascht, wie verdammt gut er das macht. So klingt dieser Tag entspannt aus. Und die „Hausaufgaben“ erledigen wir wie immer gern – der Blog möchte schließlich gefüttert werden.

































