Planung für Südafrika/Botswana März 2027

Botswana: ein Reiseziel, das schon seit 2020 auf unserer Liste steht! Südafrika und Namibia kennen wir inzwischen recht gut, und besonders die Kalahari hat es uns angetan. Botswana ist für uns dagegen noch Neuland. Das soll sich im März 2027 ändern.

Wir haben ziemlich intensiv geplant, wohin wir fahren wollen. Was wir dort tatsächlich erleben werden, wissen wir (zum Glück) natürlich noch nicht.

Vier Wochen lang werden wir mit einem Bushcamper unterwegs sein. Ausgangspunkt und Ziel unserer Reise ist Johannesburg. Von dort aus führt unsere Runde durch den Nordosten Südafrikas und Botswana. Dabei soll es ausdrücklich keine Reise werden, bei der wir möglichst viele berühmte Nationalparks hintereinander abhaken. Einige der großen Namen fehlen sogar bewusst.

Warum im März?

März ist nicht unbedingt die naheliegendste Reisezeit für Botswana. Es ist ausgehende Regenzeit, und auf einigen Etappen kann Wasser zum Problem werden. Andererseits hat gerade diese Jahreszeit ihren besonderen Reiz. Die Kalahari kann grün sein, Pfannen füllen sich teilweise mit Wasser, die Vogelwelt ist besonders vielfältig und viele Tiere profitieren vom reichhaltigeren Nahrungsangebot.

Dieses Wetterrisiko nehmen wir bewusst in Kauf. Unsere Route haben wir allerdings so geplant, dass wir uns diesem Risiko nicht überall gleichermaßen aussetzen. Ein Stück weit spekulieren wir auch darauf, dass der für 2026/27 erwartete El-Niño-Einfluss eher trockenere Bedingungen mit sich bringen wird.

Unser Zuhause: ein Bushcamper

Wir werden mit einem Toyota Hilux 4×4 mit Camperaufbau von Bushlore auf Tour sein. Wir campen wir nicht nur, um Unterkunftskosten zu sparen – Bushcamping gehört für uns zum Reiseerlebnis. Gerade in der Kalahari ist ein Abend am Lagerfeuer in einem abgelegenen Camp für uns genauso wichtig wie z.B. die Pirschfahrt am nächsten Morgen.

Trotzdem werden wir nicht vier Wochen ausschließlich im Camper schlafen. Wo eine feste Unterkunft in den Reiseplan passt oder einfach angenehm ist, bauen wir sie ein. Nicht in unserem Reisebudget vorgesehen sind dagegen Safarilodges für 1.000 Dollar und mehr pro Nacht – Preise, die in den namhaften Safarigebieten Botswanas keineswegs ungewöhnlich sind.

Bewusst nicht nur die großen Namen

Nach der Landung in JNB fahren wir zunächst nur bis Nylsvley. Das Feuchtgebiet mit seiner interessanten Vogelwelt erscheint uns als schöner Ort für einen ruhigen Einstieg.

Danach folgt mit dem Mapungubwe NP bereits einer der Orte, auf die wir besonders gespannt sind. Felslandschaften, Baobabs und der Limpopo treffen hier auf die Geschichte des ehemaligen Königreichs Mapungubwe. Neben eigenen Fahrten wollen wir einen geführten Bush Walk und eine Heritage Tour auf den Mapungubwe Hill unternehmen.

Von dort geht es über die Grenze nach Botswana in den Tuli Block. Statt einer der hochpreisigen Lodges werden wir an der Limpopo River Lodge campen und das große private Reservat auf eigene Faust erkunden. Wir erwarten dort vor allem eine abwechslungsreiche Landschaft aus Felsen, Busch und Flusswald, gutes Birding und hoffentlich auch die eine oder andere interessante Tiersichtung – vielleicht auch Elefanten.

Wir wollen Afrika aber nicht nur „aus dem Autofenster heraus“ erleben. Deshalb haben wir bewusst auch Orte eingeplant, die wir zu Fuß erkunden können. Von den Tswapong Hills und der Goo-Moremi Gorge erhoffen wir uns ein echtes Kontrastprogramm: Schlucht, Felsen, Wald, Wasserfall und Wandern – ein Botswana, das wohl wenig mit dem klassischen Bild endloser Savannen zu tun haben wird.

Die großen Ebenen – und das Delta

Über Nata führt die Route dann weiter in den Nxai Pan National Park. Beim Nata Bird Sanctuary würden wir uns über Wasser in der Salzpfanne freuen und damit über Wasservögel. Wir wissen aber auch, dass das im März ein wenig Glückssache ist.

Wenn die Regenzeit mitspielt, könnten uns in Nxai Pan grüne Ebenen erwarten – und mit etwas Glück Zebra-, Gnu- und Springbock-Herden, Giraffen und vielleicht auch „große Katzen“. Mindestens ebenso wichtig sind uns aber die Landschaft und Baines‘ Baobabs. Sollte es hier aber viel regnen oder geregnet haben, dann wird es „spannend“ oder gar unmöglich, was das Fahren betrifft.

Das nächste Etappenziel ist Maun. Die Stadt selbst ist für uns vor allem Versorgungsstation und Ausgangspunkt für einen Helikopterflug über das Okavango-Delta.

Anschließend legen wir für vier Tage die Autoschlüssel zur Seite: Moremi und Khwai werden wir nicht selbst befahren. Im März können Wasser und tiefe Passagen die Strecken extrem anspruchsvoll machen. Schwierige 4×4-Passagen zu bewältigen, ist für uns kein Selbstzweck. Daher haben wir einen lokalen Anbieter gewählt, so dass wir uns auf Landschaft, Tiere und Fotografie konzentrieren können, während jemand fährt, der die aktuellen Verhältnisse kennt. Von diesem Abschnitt versprechen wir uns die intensivste klassische Safari der Reise: vom Okavango-Delta mit Elefanten, Raubtieren und der übrigen Tierwelt lassen wir uns gerne überraschen.

Vom Wasser zurück in die Kalahari

Nach der geführten Tour übernehmen setzen wir uns wieder selbst ans Steuer und verbringen zunächst zwei Nächte am Boteti River im Makgadikgadi Pans NP.

Danach beginnt der Teil, auf den wir vielleicht am meisten gespannt sind: das Central Kalahari Game Reserve – CKGR. Wir lieben den Kgalagadi Transfrontier Park (KTP) und haben uns deshalb gefragt, ob die Central Kalahari etwas Ähnliches bieten kann. Die Landschaften scheinen durchaus verwandt zu sein, die CKGR gilt aber als noch viel größer, einsamer und ursprünglicher. Tiersichtungen sollen dort weniger berechenbar sein als in manchen anderen Parks. Vor allem auf das Gefühl, wirklich „ganz weit draußen – tief im Busch“ zu sein, sind wir besonders gespannt. Vier Nächte verbringen wir auf sehr einfachen Wilderness-Campsites bei Kori, im Deception Valley und an der Sunday Pan. Kein Strom, kein Wasser, keine Zäune, keine Lodge, kein Restaurant, …  Genau darauf freuen wir uns.

Und wenn es regnet?

Das ist die große Unbekannte. März kann wunderschön sein – und März kann kompliziert werden, soweit unsere Recherche.

Vor allem Tracks im CKGR aber auch die Nxai Pan und der  Makgadikgadi Pans NP können nach starken Regenfällen sehr schwierig werden. Wenn sich vor Ort herausstellt, dass eine Strecke nicht vernünftig befahrbar ist, werden wir sie auch nicht fahren. Wir haben die Reise bewusst nicht so geplant, dass sie nur funktioniert, wenn jeden Tag alles exakt nach Plan läuft. Wir haben einen „Plan-B“ und müssen auch für ungeplante Änderungen der Route offen sein.

Langsam zurück nach Johannesburg

An das CKGR schließen sich die Etappen zurück in Richtung Johannesburg an. Über das Khama Rhino Sanctuary geht es wieder nach Südafrika in den Marakele NP. Nach den weiten Ebenen Botswanas hoffen wir dort auf ganz andere Landschaftseindrücke: Berge, Felsen und weite Ausblicke – und vielleicht sogar die berühmten Geier von Marakele. Für zwei Nächte tauschen wir dort den Camper gegen ein festes Zelt im Tlopi Tented Camp.

Die letzte Nacht verbringen wir am Hartbeespoort Dam. Am folgenden Tag bleibt noch Zeit für die Cradle of Humankind, bevor wir den Hilux zurückgeben und nach Frankfurt fliegen.

Was diese Reise für uns ausmachen soll

Vielleicht lässt sich unsere Planung am besten dadurch beschreiben, was wir nicht versucht haben. Wir wollen nicht möglichst viele Nationalparks sammeln, nicht jeden Tag die Unterkunft wechseln und nicht von einer Big-Five-Sichtung zur nächsten fahren. Ebenso wenig soll daraus eine 4×4-Expedition werden, bei der die Schwierigkeit der Strecke wichtiger ist als das Ziel.

Stattdessen wollen wir sehr unterschiedliche Naturerlebnisse erfahren: von Feuchtgebiet bis Gebirge, von Flusslandschaft bis Salzpfanne, das Okavango-Delta und die Kalahari, Tiere und Landschaften, Autofahren und Wandern, Bushcamping und gelegentlich eine feste Unterkunft.

334 Vogelarten des südlichen Afrikas haben wir inzwischen beobachtet – ein paar neue dürfen gerne noch dazukommen. Und natürlich sollen auch die großen Tiere nicht zu kurz kommen.

Werden uns am Ende wohl die berühmten Tiergebiete am stärksten beeindrucken – oder vielleicht doch ein Abend am Limpopo, eine Wanderung durch die Tswapong Hills oder eine einsame Nacht an der Sunday Pan? Vielleicht ist gerade das die spannendste Frage dieser Reise.

Am 24. Februar 2027 geht es los!

Zurück nach Belize City

Unser letzter Reisetag in Belize hat begonnen. Wir verabschieden uns nach einem selbt gemachten Rührei-Frühstück von unserer Gastgeberin, Sarah, lassen uns von einem „Taxi-Golfcart“ zum Fährterminal fahren und fahen mit der 10:30-Uhr-Fähre – allerdings verspätet – zurück nach Belize City.

Wir haben uns ein Taxi an den Fähranleger bestellt, das zunächst eimal nur unser Gepäck abholt, denn wir wollen uns noch ein wenig in der größten Stadt von Belize umschauen.

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Birdwatching auf CC

Heute nur ein sehr kurzer Beitrag.

Wir stehen um 6 Uhr auf und machen uns kurz darauf auf den Rundweg zur Südspitze von CC. Ziel ist es, unsere Belize-Liste um einige Arten zu erweitern. Besonders hoffen wir auf den „Yucatan Vireo“ und den „Zimtkolibri“ – beides Arten, die hier zwar häufig vorkommen, uns bislang aber entweder gar nicht oder nur wenig fotogen begegnet sind.

Wir genießen die angenehmen Temperaturen des frühen Morgens. Es ist bewölkt, und nur eine leichte Brise weht vom Meer herüber. Der Weg ist abschnittsweise wunderschön, an anderen Stellen jedoch abgrundtief hässlich, da stark verschmutzt. Leider scheint es vielen Einwohnern von Belize gleichgültig zu sein, ob Müll, Bauschutt oder Schrott die Landschaft verunstalten – so auch hier in dieser eigentlich so reizvollen Mangrovenlandschaft.

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San Pedro

Für heute haben wir einen Ausflug zur großen Nachbarinsel Ambergris Caye geplant, laut Madonna „La Isla Bonita“. Also packen wir morgens flugs unsere Badesachen zusammen, halten einen kleinen Plausch mit unserer Vermieterin, Sarah, bei einer Tasse Kaffee in der Gemeinschaftsküche und marschieren los. Der Plan ist, auf dem Weg zum Fähranleger noch ein Frühstück „to go“ zu besorgen, aber es ist wie verhext: viele Buden haben noch geschlossen oder die Betreiber fangen gerade erst an, ihre Utensilien zu richten. Und das um 8:00 Uhr! Wir entschließen uns auf Nummer sicher zu gehen und erst einmal die Tickets für die Fähre um 8:45 Uhr zu kaufen, bevor wir die Frühstückssuche fortsetzen. Ein weiser Entschluss, denn der Ticketkauf zieht sich aus unerfindlichen Gründen in die Länge. Ein weiterer Versuch, doch noch ein Frühstück auf CC vor der Abfahrt zu bekommen, scheitert wieder, denn die Zeit wird knapp. Wenn wir allerdings gewusst hätten, dass das „Wassertaxi“ 30 Minuten Verspätung hat…

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Hol Chan Marine Reserve

In der Nacht hat es weiter geregnet, und auch am Morgen weht eine steife Brise mit kräftigen Böen. Der Himmel ist nahezu vollständig bedeckt. Was das wohl für unsere heutige Aktivität bedeutet – den Schnorchel-Trip im Hol Chan Marine Reserve?

Ein kleines Frühstück bereiten wir uns in der Gemeinschaftsküche der Shipwreck Cove selbst zu. Anschließend machen wir uns zu Fuß auf den Weg in die Stadt. Wir halten zunächst an einem Geldautomaten und stehen schließlich um halb zehn bei „Ragga Sailing Adventures“. Wir sind die Ersten, doch nach und nach treffen weitere Teilnehmer ein: zuerst eine Französin, dann ein sehr nettes Paar aus den Niederlanden. Insgesamt wächst die Gruppe auf etwa 20 Personen an, sodass wir schließlich auf zwei Segekboote aufgeteilt werden.

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Regentag auf CC

Es regnet! Und auch für den ganzen Tag ist immer wieder Regen vorhergesagt – was uns jedoch nicht davon abhält, in einer Regenpause mit den Fahrrädern in Richtung Innenstadt aufzubrechen. Doch schon nach wenigen hundert Metern setzt erneut dichter Regen ein. Um nicht völlig durchnässt zu werden, stellen wir uns in einem kleinen Supermarkt unter, wo wir drei Bananen für einen Belize-Dollar erstehen.

Nach einigen Minuten lässt der Regen nach und hört schließlich ganz auf. Also setzen wir unsere Radtour fort und fahren bis zum „Split“, dem Kanal, der die Nord- von der Südinsel von Caye Caulker trennt. Dieser wurde übrigens erst 1961 vom Hurrikan Hattie geschaffen, der die bis dahin zusammenhängende Insel in zwei Teile riss.

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Go slow auf CC

Heute nehmen wir das Motto der Insel Caye Caulker (CC) sehr ernst: Wir frönen dem „Go Slow“ und lassen es also ganz entspannt angehen. Das heißt allerdings nicht, dass wir lange schlafen – das ist uns nicht vergönnt. Wir wachen schon vor sieben Uhr auf.

Bereits gegen 8 Uhr fahren wir mit den Fahrrädern zum Frühstück bei Errolyn’s Fry Jack House und essen gefüllte Fry Jacks. Das sind frittierte Teigtaschen, die innen hohl sind und herzhaft – in unserem Fall mit Ei, Käse und Schinken – gefüllt sind. Gleich nebenan gibt es einen Früchteladen, wo wir uns mit Vitaminen in Form von Papaya, Ananas und Melone versorgen. Einen Kaffee haben wir uns schon auf dem Zimmer gekocht.

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Koffer packen für die Insel

Drei Wochen lang haben wir das kleine Land Belize mit dem Auto bereist, haben (unseres Wissens nach) jede asphaltierte Straße außerhalb der wenigen Städte befahren und viele verschiedene Eindrücke gesammelt.

Heute heißt es nun Abschied nehmen: von unserem Auto und vom Festland, denn wir werden die letzte Woche unseres Urlaubs auf Caye Caulker, einer wunderschönen Koralleninsel im türkisblauen Meer verbringen.

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Lamanai

Heute kehren wir noch einmal zur Maya-Phase unserer Rundreise zurück. Unser Ziel ist die bedeutende Maya-Ruinenstätte Lamanai. Der Name stammt aus der Sprache der Maya und bedeutet übersetzt etwa „untergetauchtes Krokodil“. Lamanai zählt zu den ältesten und am längsten bewohnten Maya-Stätten in Mittelamerika und liegt malerisch am Ufer der New River Lagoon, mitten im tropischen Regenwald.

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