San Pedro

Für heute haben wir einen Ausflug zur großen Nachbarinsel Ambergris Caye geplant, laut Madonna „La Isla Bonita“. Also packen wir morgens flugs unsere Badesachen zusammen, halten einen kleinen Plausch mit unserer Vermieterin, Sarah, bei einer Tasse Kaffee in der Gemeinschaftsküche und marschieren los. Der Plan ist, auf dem Weg zum Fähranleger noch ein Frühstück „to go“ zu besorgen, aber es ist wie verhext: viele Buden haben noch geschlossen oder die Betreiber fangen gerade erst an, ihre Utensilien zu richten. Und das um 8:00 Uhr! Wir entschließen uns auf Nummer sicher zu gehen und erst einmal die Tickets für die Fähre um 8:45 Uhr zu kaufen, bevor wir die Frühstückssuche fortsetzen. Ein weiser Entschluss, denn der Ticketkauf zieht sich aus unerfindlichen Gründen in die Länge. Ein weiterer Versuch, doch noch ein Frühstück auf CC vor der Abfahrt zu bekommen, scheitert wieder, denn die Zeit wird knapp. Wenn wir allerdings gewusst hätten, dass das „Wassertaxi“ 30 Minuten Verspätung hat…

Als wir schließlich um 9:45 Uhr im Hafen der Hauptstadt San Pedro von Bord gehen, knurrt uns zwar der Magen, aber zunächst gilt es, einen Golf-Cart zu mieten. Das gestaltet sich recht einfach, denn uns werden, kaum dass wir den Anleger verlassen haben, Carts angeboten. Der Papierkram ist in fünf Minuten erledigt und los geht’s. Mit ca. 15 km/h tuckern wir durch die holprigen Sträßchen und machen nach kurzer Fahrt Stopp bei einem landestypischen Imbiss. Frisch gestärkt geht es weiter an der Westküste entlang Richtung Norden, dem „Secret Beach“ entgegen. Die zunächst engen und stark befahrenen Sträßchen weiten sich nach einiger Zeit und die Läden und Souveniershops werden abgelöst von großen Hotelanlagen und Resorts. Freier Zugang zum Strand – Fehlanzeige!  Wir sind uns einig: falls Madonna sich mit ihrem Hit wirklich auf Ambergris Caye mit seiner Hauptstadt San Pedro bezogen haben sollte…wir können’s nicht nachvollziehen.

Gegen 11:45 Uhr erreichen wir den Secret Beach an der Westküste der Halbinsel, verschaffen uns schnell eine Übersicht über die zahlreichen Beachclubs (freier Eintritt!) und entscheiden uns für „Mistico“, das weniger Ballermann-Feeling, dafür Weitläufigkeit ,Ruhe und schattige Plätzchen bietet. Hier relaxen wir gut drei Stunden, gehen im seichten Wasser Baden, gönnen uns leckere Drinks und ein leichtes Mittagessen.

Kurz nach 15 Uhr machen wir uns auf den Rückweg, denn das letzte Wassertaxi nach CC startet um 16:30 Uhr und das sollten wir keinesfalls verpassen. Wir tuckern also gemütlich die rund 15 km zurück nach San Pedro und resümieren dabei bereits, dass sich dieser Ausflug in unseren Augen nicht gelohnt hat. Aber hinterher ist man immer schlauer.

Immerhin hat die Fähre bei der Rückfahrt keine Verspätung, sodass wir kurz nach 17 Uhr wieder auf Caye Caulker landen. Auf unserem knapp zwei Kilometer langen Weg zur Unterkunft kaufen wir schnell Frühstückszubehör und ein Fläschchen Wein ein, von dem wir bereits zum Sonnenuntergang auf unserer Dachterrasse ein kleines Gläschen genießen. Später ziehen wir nochmals los, um bei einem angesagten Straßenverkäufer (2 Grills und 3 Tische in einem kleinen „Gärtchen“) zu Abend zu essen.

Den restlichen Inhalt der Weinflasche gönnen wir uns während des Bloggens.

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