Koffer packen für die Insel

Drei Wochen lang haben wir das kleine Land Belize mit dem Auto bereist, haben (unseres Wissens nach) jede asphaltierte Straße außerhalb der wenigen Städte befahren und viele verschiedene Eindrücke gesammelt.

Heute heißt es nun Abschied nehmen: von unserem Auto und vom Festland, denn wir werden die letzte Woche unseres Urlaubs auf Caye Caulker, einer wunderschönen Koralleninsel im türkisblauen Meer verbringen.

Nachdem wir heute Morgen unsere Habseligkeiten, die sich in den letzten drei Wochen leider auch über das komplette Wageninnere verteilt haben, wieder ordentlich in unserem/r Koffer/Reitasche verpackt haben, starten wir gegen 10:15 Uhr Richtung Süden nach Belize City, wo wir bereits eine gute Stunde später am Flughafen eintreffen, um unseren Kia Sorento bei Chris von der Autovermietung ALAMO abzugeben. Knapp 2900 Kilometer haben wir dann doch zurückgelegt! Das hätten wir nicht gedacht, denn Belize ist ja sooo klein (kleiner als Hessen 😉)…

Chris organisiert uns einen Transfer zum Watertaxi-Terminal im Hafen von Belize City und kaum haben wir uns versehen, sitzen wir auch schon im Schnellboot nach Caye Caulker. Bereits beim Aussteigen aus dem Taxi werden uns die Koffer abgenommen, auf die dem Reiseziel (zwei Inseln stehen zur Wahl) entsprechenden Gepäckwagen verladen und wir werden zum Ticketschalter weitergeleitet.

Die einstündige Überfahrt durch türkisblaues Meer vorbei an kleineren und größeren Inselchen lässt uns bereits erahnen, welch malerische und paradiesische Aussichten uns die nächsten 6 Tage erwarten.

Nachdem wir am „Gepäckterminal“ endlich unsere Koffer ergattert haben (es ging vergleichsweise zu wie auf einem türkischen Basar), werden wir von Peter in seinem „Golfcart“ zu unserer Unterkunft gefahren. Caye Caulker ist zwar autofrei, aber wir haben schnell das Gefühl, dass ohne diese Carts hier gar nichts laufen würde.

Unsere Unterkunft „Ship Wrack Cove“ entpuppt sich als Volltreffer: etwas außerhalb des Getümmels gelegen, heimelig und liebevoll gestaltet, ein wahres Kleinod. Sarah, die Eigentümerin, nimmt uns herzlich, aber auch sehr routiniert in Empfang, serviert uns einen kühlen Willkommensdrink und informiert uns nebenbei äußerst effektiv über alles Wissenswerte rund um die Hausgemeinschaft. Denn, obwohl wir natürlich ein eigenes, wunderschönes Zimmer haben (craw nest), verfügt das Haus auch über eine behaglich eingerichtete Gemeinschafts-Küche und eine Dachterrasse.

Schnell beziehen wir anschließend unser Zimmer, freuen uns, endlich mal die Koffer vollständig ausräumen und deren Inhalt in Schränke und Kommoden einräumen zu können. Anschließend geht’s für eine gute Stunde zum kleinen, aber feinen Pool. Herrlich! Die Erfrischung tut wirklich gut nach dem Umtrieb heute, und das bei hohen Temperaturen und enormer Schwüle.

Nach der Dusche machen wir uns „ausgehfein“: Sarah hat uns die „Pelikan Sunset Bar“ empfohlen und so schwingen wir uns auf die hauseigenen Fahrräder (keine Gangschaltung und kaum funktionierende Rücktrittbremse), radeln gut 1,5 km in den Ort und genießen vorzügliche Fischgerichte (Red Snapper und Barrakuda) und Drinks mit Blick auf einen karibischen Sonnenunterga – ein Traum.

Auf dem Rückweg (zum Glück habe ich meine Stirnlampe dabei, denn die Räder haben natürlich KEIN Licht) noch ein kurzer Stopp im Supermarkt, um eine Flasche Wein zu kaufen, damit das Bloggen auf der Dachterrasse etwas flüssiger von der Hand geht.

Liebe Blogleser: schaut gerne weiterhin jeden Tag hier rein. Aber wir können euch nicht versprechen, dass wir in unserer letzten Woche jeden Tag etwas zu berichten haben. Jetzt wird vor allem relaxed ganz nach dem Motto von Caye Caulker „go slow!“

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