Das andere Namibia – Katutura: „der Ort an dem wir nicht leben wollen“

Zum Abschluss unserer Reise haben wir eine Tour durch das Township Katutura gebucht. Schon bei unseren früheren Reisen hatten wir erwogen, ein Township zu besuchen, haben es dann aber nicht getan, weil wir uns nicht sicher waren, ob es voyeuristisch ist, als „reicher Europäer“ die Armut afrikanischer Menschen anzuschauen. Schließlich haben wir uns heuer dazu entschieden, eine Tour mit einem Führer zu machen, der selbst in Katutura lebt und sich eine bescheidene Existenz aufgebaut hat, indem er u.a. solche Stadtführungen macht.

Katutura ist ein Township, das etwa 5 km vom Stadtzentrum Windhoeks in den 50er Jahren errichtet wurde, um die schwarze Bevölkerung im Sinne der Apartheid von den Weißen zu trennen.  Frei übersetzt heißt Katutura „Ort an dem wir nicht leben wollen“. Hierher kommen wir mit Kafamuyeke Erick Mwiya, der sich uns der Einfachheit halber einfach als „Erick“ vorstellt.

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Erongo – Windhoek

Ein langer Erlebnisurlaub neigt sich dem Ende zu. Wieder wachen wir mit dem Sonnenaufgang auf. Wir lassen es ruhig angehen und finden uns um 8 Uhr auf der Terrasse des Hauptgebäudes des Camps zum Frühstück ein. Die Attraktion beim Frühstück im Camp Mara ist die Fütterung der Rosenkopfpapageien. Ecki musste einige Vorkehrungen treffen, dass die kleinen, bunten Papageien auch ihr Futter kommen, denn eine riesige Schar Tokos macht den hübschen Papageien das Futter streitig.

Es ist wunderschön anzuschauen, wie die Rosenköpfchen sich im Baum neben der Futterstelle versammeln, dann die Körner picken und anschließend im kleinen Zierteich Wasser trinken. Fast könnte man darüber vergessen, selbst sein Frühstück einzunehmen.

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Erongo Mountain Winery

Heute verlassen wir die „kalte“ Küste bei Swakopmund und fahren wieder ins Landesinnere, das mit den mittlerweile gewohnten Tageshöchsttemperaturen von über 35 Grad aufwartet. Vier Tage ist unser Camper im Hof des Hotels A la Mer gestanden und ist nun sicher erfreut, dass er sich heute wieder ein bisschen bewegen darf. Nach dem gewohnt guten Frühstück im Hotel packen wir unsere Taschen in den Camper, verabschieden uns von der sehr freundlichen Dame an der Rezeption und versichern, dass wenn wir wieder nach Swakop kommen, das A la Mer unsere erste Adresse sein wird. Gegen 9:30 Uhr machen wir uns auf den (asphaltierten) Weg Richtung Westen ins Erongogebirge nach Omaruru. Wir haben dieses Etappenziel gewählt, weil hier die Erongo Mountain Winery ansässig ist. Dieses Weingut wollen wir besuchen, seine Weine verkosten und in seinem hochgelobten Restaurant zu Mittag essen.

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Little Five Dünentour

Die so genannten „big five“ sind die fünf gefährlichsten Tiere Afrikas, die die meisten Touristen sichten wollen, nämlich: Löwe, Büffel, Leopard, Elefant und Nashorn. Ganz anders treten verschiedene Anbieter von Aktivitäten in Swakopmund an. Sie führen ihre Gäste zu den „little five“, nämlich fünf interessanten kleinen Tieren, die in den Dünen der Namib leben. Eine solche Exkursion haben wir für heute Vormittag gebucht.

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Sandwich Harbour

Sandwich Harbour ist eine etwa 10 Kilometer lange Lagune, die durch Versandung einer Meeresbucht entstand und rundherum von den Dünen der Namibwüste umgeben ist. Es ist ein Feuchtgebiet das international als sehr wichtig anerkannt ist (Ramsar Schutzgebiet). Unsere heutige Exkursion mit dem Exkursionsleiter Uwe führt uns über Walvis Bay zu diesem in den Dünen versteckten Juwel.

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Entspannen in Swakopmund

Nach dem ereignisreichen Tag gestern, gönnen wir es uns heute, mal so richtig auszuschlafen. Was bedeutet, dass wir „erst“ kurz nach 7:00 Uhr aufwachen. Nach einem üppigen Frühstück im historischen Gebäudeteil des Hotels A La Mer richten wir uns gemütlich auf der kleinen, sonnenbeschienenen Terrasse ein und bereiten die Blogbeiträge und Bilder für die vergangenen zwei Tage vor. Danach machen wir uns auf eine kleine Runde durch die Stadt, erwerben ein paar Mitbringsel und nehmen ein kleines Mittagsgericht in der deutschen Bäckerei und Metzgerei Raith ein. Es verblüfft uns immer wieder, wie allgegenwärtig hier die deutschen Einflüsse sind. Doch dazu später mehr.

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Nach Swakopmund

Von unserer Wildcampingstelle bis zur Küste sind es „nur“ etwa 70 Kilometer. Die 4×4-Strecke dort hin wurde vor geraumer Zeit einmal mit dem Grader präpariert. Allerdings ist diese „Straße“ ein solches „Wellblech“, dass wohl niemand mehr darauf fährt. Sehr gut nachvollziehbar! Was dazu führt, dass sehr viele Fahrspuren neben der eigentlichen Piste entstanden, die selbst wieder so holprig wurden, dass daneben neue entstanden, und so weiter. Das ist natürlich alles andere als erwünscht, denn die Fahrzeugspuren werden viele, viele Jahre nicht verschwinden und die empfindliche Vegetation (die wir aktuell nicht sehen können), wird nachhaltig zerstört.

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Messum Krater

Bis hierher war unsere Rundreise durch Namibia wenig abenteuerlich und es gab glücklicherweise auch keine „Zwischenfälle“ irgendwelcher Art, die sie zu einem Abenteuer gemacht hätten. Für heute haben wir uns jedoch vorgenommen, die mehr oder weniger ausgetretenen Pfade zu verlassen. Wir werden in eine sehr abgelegene Region fahren, in der es auf weite Strecken nur  noch 4×4-Pisten gibt, in der weit und breit keine Menschenseele lebt, in der es keinen Handyempfang gibt und in den sich kaum ein Tourist „verirrt“: in den Messum Krater. Südwestlich des Brandbergs liegt diese . 130 Mio. Jahre alte Formation von 25 Kilometern Durchmesser, die von einer ringförmigen Bergkette (Kraterrand) mehr oder weniger komplett umschlossen ist.

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White Lady Lodge

Wie gestern bereits angedeutet, werden wir heute für eine Übernachtung in die White Lady Lodge umziehen. Eigentlich hatten wir heute vor, die Felsformation „Fingerklippe“ zu besuchen, aber das ist uns letztlich einfach zu weit und zu heiß. Denn tags drauf steht ja zudem die Fahrt in den Messum-Krater an. Aber einen Tag im Camp Madisa „abzusitzen“ ist auch nicht wirklich verlockend (heißes Zelt, mittelmäßiger Pool, kein Strom, kein Internet.

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Wüstenelefanten im Ugab-Tal

Um 6:30 Uhr treffen wir pünktlich zum Frühstück ein, lassen uns Spiegel- wie Rührei und Bacon schmecken und starten mit einer Tasse Kaffee bzw. Tee in den neuen Tag. Das Tracking der Wüstenelefanten startet um Sieben. Mit einem typischen Safari-Landcruiser fährt uns unser guide zusammen mit einem italienischen jungen Paar über eine holprige, sandige 4×4-Strecke zum Ugab-Tal. Hier fließt zwar außerhalb der Regenzeit kein Fluss, aber das Trockenflusstal führt unterirdisch so viel Wasser, dass die Bäume Laub tragen und damit die einzige Nahrungsquelle für die Wüstenelefanten darstellen.

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