St. Herman’s Cave and Blue Hole National Park

Heute macht der Regenwald seinem Namen alle Ehre! Immer wieder regnet es, und wir werden nass – vom Regen, aber mindestens genauso vom Schwitzen in dieser massiven Schwüle.

Aber der Reihe nach: Nach einem erneut sehr guten Frühstück im „Roast“ packen wir unsere Koffer wieder zusammen, verstauen alles im Mietwagen und fahren die kurze Strecke über den sogenannten Hummingbird Highway (Kolibri-Schnellstraße) von etwas mehr als einer Stunde zum St. Herman’s Cave and Blue Hole National Park.

Wir wählen den Parkeingang beim Blue Hole und wandern in etwa einer Stunde hinüber zum Visitor Center bei der St. Herman’s Cave. Dabei müssen wir sehr vorsichtig gehen und die Augen auf den Boden richten, denn hier ist es äußerst feucht. Die Steine und die Wurzeln, die große Teile des Weges bedecken, sind entsprechend rutschig.

Gerade als wir am Visitor Center eintreffen, geht ein starker Regenschauer nieder. Welch ein Glück, dass wir hier unter einem Dach Zuflucht finden und abwarten können, bis der Schauer vorüberzieht.

Von hier aus geht es weiter zur Höhle (St. Herman’s Cave), die wir nach einer weiteren Viertelstunde erreichen. Die ersten paar hundert Meter der Höhle kann man problemlos erkunden, wenn man eine Lampe – ersatzweise auch das Handy – dabeihat. Der Weg ist hier gut ausgebaut, ganz anders als vor ein paar Tagen in der Tiger Cave. Zwar gibt es nur wenige Stalagmiten und Stalaktiten, doch besonders der Höhleneingang mit dem unterirdischen Fluss wirkt sehr beeindruckend.

Auf dem Rückweg zum Auto erwischt uns noch der eine oder andere Regenschauer. Unter dem dichten Blätterdach des Regenwalds sind wir zwar einigermaßen geschützt – was allerdings nicht heißt, dass wir am Ende nicht doch pitschnass sind. Wenn nicht vom Regen, dann vom Schweiß.

Zum Glück bietet die Cenote „Blue Hole“ eine wunderbare Möglichkeit zur Erfrischung. Im strahlendblauen Wasser nehmen wir ein kühles Bad und verlassen es erst wieder, als eine riesige Reisegruppe junger Amerikaner eintrifft. Bis dahin hatten wir dieses Naturschauspiel in aller Ruhe fast für uns allein.

Unsere Unterkunft für heute haben wir uns optimal ausgesucht, denn die „Ian Anderson Caves Branch Jungle Lodge“ liegt nur fünf Fahrminuten vom Parkplatz beim Blue Hole entfernt. Vor uns öffnet sich mitten im Dschungel ein wahres Paradies: an der Rezeption werden wir äußerst freundlich empfangen und anschließend zu unserem stilvollen Häuschen inmitten des üppigen Regenwaldes geleitet. Weiter geht die Besichtigungstour zum Haupthaus, dem eine recht große Poollandschaft vorgebaut ist. Erst hier erahnen wir die Größe des Resorts, denn im und um den Pool herum tummeln sich einige Touristen. Für uns ist das ein Novum in Belize, mit so vielen Menschen an einem Ort untergebracht zu sein. Doch außer am Haupthaus merkt man davon nichts, denn die 25 „Wohneinheiten“ (Baumhäuser, Dschungel-Cabanas, Dschungel-Bungalos) sind mit viel Abstand zueinander im Wald verteilt.

Nach dem Begrüßungsdrink auf der Terrasse des Haupthauses kehren wir in unsere Cabana zurück. Inzwischen wurden unsere Koffer gebracht, sodass wir uns frisch machen können fürs das gemeinsame Abendessen im Haupthaus.

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