Heute haben wir uns Ausschlafen mal gegönnt, denn hier in Hopkins haben wir zunächst einmal nichts weiter vor, als „Chillen“. Und so machen wir uns erst gegen 9 Uhr auf den Weg zu einem nahegelegenen Frühstückslokal, dem Roast Coffehouse. Kurz sind wir enttäuscht, da es dienstags geschlossen hat, aber morgen ist ja auch noch ein Tag.
Um nicht lange suchen zu müssen, begeben wir uns zum „H2V Beachfront Restaurant and Bar“, in dem wir gestern zu Abend gegessen hatten. Die Bedienung ist gerade dabei, die Tischdecken windfest auf den Tischen zu befestigen (mit Hilfe von Reißnägeln!) und Wolfgang unterstützt sie ein wenig, während wir auf unsere Rühreivariationen (als Burrito und als Fried Jack) warten. Abgesehen vom Instant-Kaffee genießen wir ein wirklich leckeres Frühstück mit frischem Obst als Beilage.

So gestärkt begeben wir uns gegen 11Uhr wieder an den Strand, laufen ein paar Meter, vorbei an malerischen Fischerbooten, kleinen Strandhotels und Bretterbuden, um uns dann im Schatten eines Bäumchens (keine Kokosnusspalme!) ein gemütliches Plätzchen einzurichten. Erstaunt stellen wir fest, dass wir den ganzen Strand quasi für uns allein haben. Anscheinend sind die Touristen heute alle zu irgendwelchen Aktivitäten, die man auch hier wie in fast jedem Ort buchen kann, ausgerückt. Die nächsten drei Stunden verbringen wir mit Lesen, Dösen und Baden. Fasziniert schauen wir auch den Pelikanen und Fregattvögeln zu, wie sie elegant ihre Kreise direkt über uns entlang der Küstenlinie ziehen und von Zeit zu Zeit ins Wasser hinunterstoßen, um Fische zu fangen. „Easy birding“ ist das, obwohl wir es heute gar nicht darauf abgesehen hatten. Aber das größte Spektakel ereignet sich kurz vor 14 Uhr als ein Fischer die Reste seines frisch zerlegten Fangs den Vögeln „serviert“. Denn nun entbrennt ein Wettflug unter den riesigen Fregattvögeln um das Futter. Fasziniert schauen wir dem Gerangel zu, bis nach einer Viertelstunde der „Spuk“ vorbei ist und sich die eleganten Segler in alle Himmelsrichtungen zerstreuen.







Zurück in der Unterkunft recherchieren wir im Internet nach einer Aktivität für den kommenden Tag, machen uns frisch und ziehen anschließend mit dem Auto los in den Ort. Hopkins ist eine Gemeinde der Garifuna, eine Volksgruppe, die durch die Verschmelzung westafrikanischer Sklaven und indigenen Kariben ab dem 17. Jahrhundert entstand. Das Örtchen mit seinen gut 1600 Einwohnern entstand erst Anfang der 1940-er Jahre und gilt als Zentrum der Garifuna-Kultur. Bunt bemalte Holzhäuser, aber auch ziemlich heruntergekommene Bretterbuden säumen die wenigen Straßen von Hopkins und es herrscht eine entspannte, freundliche Atmosphäre. Wir fahren kurz ans nördliche Ende des Ortes, weil von dort unsere morgige Kajaktour durch die Mangroven starten wird, genießen den Blick aufs Meer und wählen anschließend ein äußerst einladendes Strandlokal (Freds Lime Tree Restaurant) für unser Abendessen. Bei Rum-Smoothy und Landshark Bier genießen wir den Blick auf Palmen, Meer und wolkigen Himmel und anschließend unser einfaches, aber äußerst leckeres Abendessen, auch heute wieder im Tex-Mex-Style.





Zurück in der Unterkunft sitzen wir bei einem Glas chilenischen Weißwein auf dem überdachten und blumenumrankten Sitzplatz, lassen den Tag Revue passieren und genießen das nun laue Lüftchen. Heute geht es wieder etwas früher ins Bett, denn für Morgen früh ist der Wecker bereits auf 6:30 Uhr gestellt.

