Zur Creekside Oasis Lodge bei Punta Gorda

Heute Morgen heißt es Abschied nehmen von Placencia und die Reise in Richtung Punta Gorda fortsetzen. Wir bereiten uns ein Frühstück im Apartment selbst zu, packen unsere Siebensachen und fahren um etwa 9:30 Uhr los.

Der Weg führt uns die Placencia-Halbinsel wieder hinauf (sie ist eine knapp 30 km lange „Sackgasse“) und weiter südwärts in den Toledo District. Zunächst zieht eine eher eintönige Landschaft an uns vorbei – flaches Land und wenig, das den Blick festhält. Doch etwa auf halber Strecke verändert sich die Umgebung deutlich. Die Natur wird üppiger, die Straße kurviger, die Landschaft hügeliger, die Ortschaften, die wir passieren sind hier wenig bis gar nicht touristisch geprägt– ein starker Kontrast zu Placencia!

Es ist unverkennbar: Wir sind im ursprünglichen Belize angekommen. Entlang der Straße stehen einfache Häuser, oft aus Holz gebaut und mit Palmblättern gedeckt.

Nach etwa zwei Stunden Autofahrt erreichen wir unsere Unterkunft für die nächsten drei Nächte: die Creekside Oasis Lodge. Die Lodge spricht besonders Natur- und Vogelbegeisterte an. Sie gilt als offizieller eBird-Hotspot, was bedeutet, dass hier zahlreiche Vogelarten beobachtet werden können. Sie liegt ruhig und recht abgeschieden auf einem Grundstück mit ursprünglichem Regenwald und ist eingebettet in eine üppige, grüne Landschaft voller tropischer Bäume.

Nach dem Check-in beziehen wir unser Zimmer, gönnen uns eine kleine Pause, lesen ein paar Seiten und dösen ein wenig vor uns hin. Später spazieren wir hinunter zum Bachlauf unweit der Lodge. Zwischen dichtem Grün versprechen wir uns hier einige spannende Vogelsichtungen. Doch die erhoffte Vogel-Aktivität bleibt überschaubar. Zwar hören wir etliche Vögel singen und rufen, doch die meisten Vögel bleiben unsichtbar – nur ihre Stimmen verraten ihre Anwesenheit. Ein typisches Regenwald-Problem: man hört weit mehr, als man sieht. Dennoch können wir einige Arten für unsere Life-List verbuchen.

Umso erfreulicher ist es, dass uns der Lodgemanager, Telmo, ermöglicht hat, am Abend hier essen zu können, sodass wir nicht mehr nach Punta Gorda fahren müssen – ein Ausflug, zu dem uns definitiv die Lust gefehlt hätte. Telmo kündigt hausgemachte, lokale Küche mit frischen Zutaten aus der Region an, und er hält Wort: Als Vorspeise genießen wir einen köstlichen Taco mit Bohnenmus, knackigem Kohl und Zwiebeln. Es folgen Enchiladas als Hauptgang, herzhaft und aromatisch, und zum krönenden Abschluss ein wunderbar fruchtiger Mango-Crumble mit Eis.

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